Design in der dritten Dimension

17. August 2016

Autor: Ulrike Wernig-Pohlenz | HDW Partner GmbH

Das Messegeschäft ändert sich. Doch die zentrale Herausforderung bleibt: Wie kann ich bei den Messebesuchern in wenigen Sekunden Interesse für mein Unternehmen wecken? Wie kann ich den Strom der Vorbeilaufenden an meinem Stand zum Halten bringen?

Für eine Designagentur folgt daraus die Herausforderung, aus dem gegebenen Corporate Design des Unternehmens, aus Produkten, Broschüren, Bildwelten und anderen zwei- und dreidimensionalen Elementen ein ganzheitliches Konzept im Raum zu schaffen. Ein Design in der dritten Dimension.

Eine schicke Portfolio-Grafik funktioniert hervorragend in einer Broschüre. Im XXL-Format auf einer Messewand kann diese zweidimensionale Darstellungsform mit ihren komplexen Inhalten dagegen nicht erfasst werden. Hier leisten wir Übersetzungsarbeit. Produziert ein Unternehmen beispielsweise Stähle in verschiedenen Formen, kann dieses umfangreiche Portfolio als Skulptur inszeniert und dadurch haptisch und visuell verständlich gemacht und erlebbar werden.

Die große Herausforderung liegt darin, dass Messen und Ausstellungen die einzigen Anlässe sind, die den Einsatz der kompletten Corporate Identity eines Unternehmens ermöglichen und fordern. Vom Corporate Design, der Corporate Language – also der Unternehmenssprache – bis hin zu den Werten kann das Unternehmen erlebbar gemacht werden. Der Messestand wird zum temporären Firmensitz, indem die Identität des Unternehmens an ihm in ein innovatives Raumkonzept überführt wird. Dabei steht am Anfang die gründliche Analyse des bisherigen eigenen Messeauftrittes und der Marktbegleiter.

Das Produkt erlebbar machen

Der schnelle Wandel der Anforderungen an einen wirksamen Messeauftritt ist getrieben vor allem von immer neuen Technologien, die neue Formen der Interaktion der Besucher mit den Ausstellern ermöglichen. „Virtual und Augmented Reality“ sind bei großen Unternehmen nicht mehr wegzudenken, lassen sich aber auch gezielt bei kleineren Projekten nutzen. Der Besucher muss aktiv in Szenarien eingreifen und das Produkt und Informationen erleben können. Ordentlich hinter Glas präsentierte Exponate sind passé. Produkte werden zum Beispiel mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen erklärt, die mit dem eigenen Smartphone bestückt werden oder mit transparenten Touchscreen-Vitrinen, in denen das reelle Exponat variabel mit Hilfe virtueller Informationen erklärt wird.

Marke und Vision im Fokus

Alle Sinne in ein Markenerlebnis einzubeziehen, ist eine große gestalterische Aufgabe und nur auf Messen möglich. Im Idealfall wandelt der Besucher intuitiv durch den Stand und lernt Schritt für Schritt die Marke kennen. Der Einsatz von Sprache sollte dabei immer dem „Call-to-Action“-Prinzip folgen, das heißt nach dem Schema „Aktion, Reaktion“ regt die aktive Sprache direkt zum Handeln an.

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Ulrike Wernig-Pohlenz

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