Hessens erstes „LOEWE“-gefördertes Designprojekt

01. November 2016

Autoren: Mirjam Schwan, IHK Offenbach am Main

Auf Initiative der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main und in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach wird erstmals in Hessen ein Designprojekt über das hessische Forschungsförderungsprogramm „LOEWE“ gefördert – und auf der Design to Business Jahreskonferenz am 21. November in Offenbach präsentiert.

 

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner erklärte: „Wir freuen uns sehr, dass das ,LOEWE‘-Gremium der Entwicklung eines multisensorischen, präventiven Kommunikationssystems der ehemaligen HfG-Studentin Miriam Schmitt und ihrem Familienunternehmen InEar GmbH & Co. KG zugestimmt hat. Die Designentwicklung treibt das Unternehmen gemeinsam mit der HfG voran.“ Das Land fördere das mit Kosten in Höhe von knapp 600.00 Euro veranschlagte Projekt über einen Zeitraum von knapp drei Jahren mit insgesamt 230.000 Euro.

Dieses Projekt wird im Rahmen von „Hessen Modell Projekte“ aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert. „Mit der Förderlinie ,LOEWE 3‘ werden Modell- und Pilotprojekte zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen hessischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefördert“, ergänzte Weinbrenner. Dass nun erstmals eine Designhochschule beteiligt sei, spreche dafür, dass Design als Innovationsfaktor endlich wahrgenommen werde.

Schmitt freute sich ebenfalls: „Wir setzen große Hoffnungen in das Kooperationsprojekt. Im Zeitalter der Industrie 4.0 rücken neue Kommunikationswege zur Optimierung der Arbeitsprozesse stärker in den Fokus. Auch die Präventionsmaßnahmen am Lärmarbeitsplatz spielen eine große Rolle, da das Arbeiten an Maschinen erhöhte Unfallrisiken birgt. Das zu entwickelnde Produkt soll helfen, diese Risiken zu minimieren.“

Prof. Frank Georg Zebner, Dekan des Fachbereichs Design der HfG, ergänzte: „Das Projekt umfasst die Entwicklung eines multisensorischen, präventiven Kommunikationssystems für die lärmgeprägte Industrie. Die Verbindung zwischen der Digitalisierung der Kommunikationswege mit den Themen Arbeitsschutz und Produktivitätssteigerung ist höchst innovativ. Das Design als Schnittstelle zwischen den Instanzen Mensch-Maschine-Umwelt spielt dabei eine Schlüsselrolle.“

Mirjam Schwan, IHK-Geschäftsführerin International, Innovation und Umwelt: „Frau Schmitt ist für uns keine Unbekannte. Als Hfg-Studentin gewann sie 2015 den mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis Design to Business der IHK Offenbach am Main.“ Die IHK Offenbach am Main koordiniere auch das hessenweite Designnetzwerk „Design to Business“. „Das Netzwerk unterstützt speziell kleine und mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle sowie ihrer Marke und Kommunikationsmittel – das ,LOEWE‘-Projekt steht somit beispielhaft für unseren Ansatz“, so Schwan.

Mehr über das Forschungsprojekt auf der Jahreskonferenz am 21. November

Die „Design to Business“ Jahreskonferenz bringt etwa 200 Vertreter regionaler Unternehmen aller Branchen aus Hessen zusammen. Eröffnet wird die Konferenz von Tarek Al-Wazir, Wirtschaftsminister und Schirmherr der hessenweiten Initiative „Design to Business“ der IHK Offenbach am Main.

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