Eine globale Designsprache braucht digitale Prozesse

Für Unternehmen war ein einheitliches und wiedererkennbares Design schon immer wichtig. Stetig komplexer werdende Märkte, Produkte sowie weit verzweigte interne Strukturen erschweren diese Stringenz jedoch. „Die Digitalisierung bietet hier ungemeine Chancen, zentrale und nutzerfreundliche Lösungen zu schaffen. Bestes Beispiel ist der ‚Design Hub‘ unseres Kunden dormakaba“, erläutert Norbert Gilles, Geschäftsführer der Wiesbadener Agentur für digitale Kommunikation giinco.

Die dormakaba Gruppe gehört mit über 16.000 Mitarbeitern in mehr als 130 Ländern zu den Top-3-Unternehmen für Zutritts- und Sicherheitslösungen – von der elektronischen Zutrittskontrolle bis zur Personenvereinzelung am Flughafen. Wie viele international agierende Unternehmen stand dormakaba vor der Herausforderung, eine weltweit einheitliche Designsprache zu entwickeln, die sowohl von den eigenen Mitarbeitern als auch externen Kooperationspartnern konsequent genutzt wird.

Das erste Arbeitspaket im Digitalisierungsprozess war die einheitliche Anwendung hunderter Icons, die unter anderem in Broschüren, auf Verpackungen und in Software des Unternehmens eingesetzt werden. In Listen zusammengefasst, schwirrten diese im Unternehmen in unterschiedliche Versionen umher. Fehler waren vorprogrammiert. Die Lösung war eine von giinco entwickelte Online-Plattform, die erstmals alle Icons einheitlich allen Beteiligten zugänglichmachte – die Icon Library. Aufgrund ihres gelungenen Konzepts und der am Nutzer orientierten Umsetzung wurde sie „Winner“ in der Kategorie „communication“ beim Iconic Award 2017.


Einfach zu verstehen. Einfach zu nutzen.

Bernhard Heitz, dormakaba Head of Product Design

Die Plattform wurde von den Mitarbeitern so rege genutzt, dass bald der Wunsch nach weiteren Inhalten aufkam. Heute ist aus der Icon Library ein Design Hub geworden. Dieser stellt unternehmensweit konsistente Guidelines für Produktdesign und Marketing sicher und regt den Austausch zwischen weltweit verteilten Teams an. Grundlegender Gedanke ist stets die Einfachheit – sowohl in der Nutzung als auch der Verständlichkeit. Konkret gesagt: Wenn sich ein dormakaba-App-Entwickler in China fragt, wie die Menüführung einer neuen Mobile-App aussehen soll, wird er im Design Hub fündig. Das Prinzip des Design Hubs ist auch für mittelständische Unternehmen sinnvoll, gerade bei einem breiten Produktportfolio oder für teamübergreifende Arbeit an verschiedenen Standorten.

Partner für den digitalen Prozess

Giinco ist es gelungen, die Theorie von Produktdesign-Guidelines in globale Praktikabilität und aktuelle Verfügbarkeit zu übertragen. Als Design-Sparringspartner für produktbezogene digitale Interfaces in der dormakaba-Welt betreut die Agentur den Design Hub sowohl technisch als auch inhaltlich. Die Vorteile des Design Hubs liegen für Bernhard Heitz, Leiter des Produktdesigns bei dormakaba, auf der Hand: „Definierte Formen, Farben und Oberflächen sowie ein einheitliches Erscheinungsbild und Produkterlebnis machen vieles effizienter und zahlen voll in unsere Markenstrategie ein.“

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