Zu gutem Design gehört ein guter Ton

1. Februar 2016

Autor: David P. Steel | steelecht

Corporate Design ist nur ein Teil der Corporate Identity eines Unternehmens. Gleichwertend wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist die Corporate Language. Eine strategische Tonalität für die Kommunikation zu entwickeln, hilft die Markengeschichte konsistent zu erzählen, so dass sogar ohne Design die Corporate Identity unverwechselbar bleibt.

Den Ton festlegen

Natürlich sollte eine Firma für Sportausrüstung eine andere Tonalität wählen als eine Ingenieursfirma. Aber wie arbeitet man die Feinheiten heraus, die die Personalität einer Ingenieursfirma von der einer anderen unterscheiden?

Eine hilfreiche Methode ist das Brainstormen von gegensätzlichen Charakteristiken, wie z.B.: freundlich / zurückhaltend, unterhaltsam / informativ, emotional / rational, etc. Setzen Sie jedes dieser Wortpaare auf eine Skala von 1-10 und markieren Sie ihre Zieltonalität auf jedem Kontinuum. Die resultierende Analyse ist ein hilfreiches Dokument, das Sie an jeden weitergeben können, der für die Kommunikation Ihrer Marken-Message verantwortlich ist – auch externe Agenturen.

Foto: Florian Klauer | Unsplash

Den Ton anwenden

Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten, die Sprach- und Tonalitätsentscheidungen in spezifische Inhalte zu verwandeln. Ein Beispiel und vielleicht der wichtigste Marketingtrend seit Jahren ist Content Marketing. Content Marketing meint die Publikation von Materialien, die auf wirkliche Information setzen und so einen Mehrwert für den Leser bringen. Im Gegensatz dazu steht die klassische Werbung, die primär auf den Verkauf abzielt.

Wenn Sie international tätig sind, ist ein weiterer wichtiger Aspekt im Gegensatz zur klassischen Übersetzung die Transkreation. Um sicherzustellen, dass keine Nuance der Corporate Language verloren geht, sollten Sie mit Übersetzern arbeiten, die erfahrene Copywriter sind. Für die Transkreation übergeben Sie den Übersetzern nämlich nicht nur einen Text, sondern liefern auch Angaben zu Tonalität, Zielen und Zielgruppen – sowie die Erlaubnis „kreativ“ zu arbeiten. Diese Herangehensweise ist etwas kostspieliger, aber dafür erhalten Sie einen Text, der funktioniert. Und letzten Endes geht es hierbei ja um Ihre Identität.

Tonalität kann eine Marke entscheidend beeinflussen und wenn Sie das erkennen, haben Sie den ersten Schritt zum Erfolg bereits getan.

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